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Spezialgärtnerei für Freilandfarne + Garten-und Landschaftsbau

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Küche und Gesundheit

Hier stellen wir Ihnen einige Farne und deren „heilende“ Wirkung vor inkl. der Rezepte. 

Außerdem kann man einige auch in der Küche verwenden. Ich selbst hab da aber noch keine Erfahrung.

Wurmfarn (Dyopteris filix mas)

Heilkräftige Pflanzenteile: Gesammelt werden die Wurzelstöcke (Rhizoma Filicis). Sie enthalten die Nerven- und Muskelgifte Filixsäure und Filmaron. man verwendet den Pulver zerstoßenen Wurzelstuck.

Heilanzeige: Der Wurmfarn galt schon im Altertum als Bandwurmmittel und war es noch bis vor kurzem auch in der modernen Medizin. Bei einer Wurmkur ist wegen der Giftigkeit der Pflanze der Arzt zuzuziehen, der auch die Dosierung bestimmt. Gleichzeitig muß ein salinisches Abführmittel (z.B. Glaubersalz) verabreicht werden. Alkohol ist dabei zu meiden.

Quelle: BLV Heilpflanzen, E:Wendelberger

Engelsüß (Polypodium vulgare)

Heilkräftige Pflanzenteile: Gesammelt wird der Strunk (Rhizoma Polypodii) ab September. Er enthält Bitterstoffe, ein Glykosid, Zucker und Harze.

Heilanzeige: Bei Heiserkeit, Erkrankung der Atemweg, vor allem Verschleimung. Engelsüß fördert aber auch die Gallensekretion und wirkt mild abführend. In der Volksheilkunde als Mittel gegen Gelbsucht, Gicht, Wechselfieber und Würmer. Teezubereitung: 3 Teelöffel werden 8 Stunden mit einer Tasse Wasser kalt ausgesogen, abgeseiht, der Rückstand mit kochendem Wasser überbrüht. Die Teemischung wird schluckweise tagsüber getrunken.

Quelle: BLV Heilpflanzen, E:Wendelberger

Adlerfarn (Pteridium aquilinum)

Verwendung: Gesammelt werden die ganz jungen, zarten, noch eingerollten Wedel, die älteren sind unbekömmlich. Der etwas bittere Geschmack verschwindet nach Abbrühen. Die Zubereitung erfolgt wie bei Gemüse oder Spargel, aber auch sauer wie bei Kapern. Die stärkereichen Wurzelstöcke werden im Herbst geerntet, getrocknet und gemahlen. In Japan und Neuseeland als wichtiges Nahrungsmittel gebräuchlich, auf den Kanarischen Inseln zu Brot verarbeitet. Hier und da wird auch der Kaligehalt der Wurzeln genutzt.

Quelle: Mosaik Verlag Beeren, Wildgemüse, Heilkräuter; G.Steinbach

Frauenhaarfarn (Adiantum capillus-veneris)

Wird in der Homöopathie verwendet.

 

Hirschzunge (Asplenium scolopendrium)

Verwendung: Es wird Hirschzungenelegsier daraus hergestellt.

Weitere Rezepte von Marianne Fritzsche

Bitte Beachten das viele Farne giftig sind hierzu auch der Hinweis unter:

http://www.heilfastenkur.de/Adlerfarn.shtml 

http://www.giftpflanzen.com/pteridium_aquilinium.html 

 

Wir und Frau Fritzsche übernehmen keinerlei Haftung!!

Pikante Farnsprosse

300g Adlerfarn- oder Straussenfarn-Sprosse (Bischofstäbe) Ernte im April / Mai

200g Champignons (kleine ganz, grosse teilen)

1 Zwiebel in Ringe geschnitten

3 Knoblauchzehen

1 Teelöffel Senf- und Pfefferkörner

1 Loorbeerblatt

1 Teelöffel Salz

2 dl Essig (Kräuter-, Apfel-, Balsamicoessig je nach Geschmack)

2 dl Olivenöl

Farnsprosse gut waschen, die Haare entfernen (sonst kratzen sie im Hals). ca. 5 Min. kochen, Wasser wegschütten (bitter!). Alle Zutaten zusammen ca. 10 Minuten kochen und anschliessend heiss in Gläser abfüllen. Kühl lagern. Haltbarkeit im Kühlschrank mind. 1 Jahr.

 

Adler-Risotto

40         Adlerfarn- oder Straussenfarn-Sprosse (Bischofstäbe) Ernte im April / Mai
ca. 1l         Gemüsebouillon
80g         Butter
1         Zwiebel gehackt
Salz
300g         Reis, z.B. Vialone
½ Glas         Weisswein
1 Prise         Muskatnuss
80g         Parmesan gerieben
Schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Farnsprosse gut waschen, die Haare entfernen (sonst kratzen sie im Hals). In kochendes Wasser geben, kurz aufkochen, anschliessend das Wasser wegschütten (bitter!). Die Gemüsebouillon erhitze und bei Seite stellen. Die Hälfte der Butterzerlassen und aufschäumen lassen. Fein gehackte Zwiebel beifügen umrühren und einige Minuten dünsten. Reis zugeben und glasig werden lassen, mit Wein ablöschen. Vollständig verdampfen lassen, dann heisse Gemüsebouillon dazu giessen. Die Farnsprosse zugeben und gut umrühren. Mit einer Prise Muskatnuss abschmecken und immer wieder Fleischbrühe zugeben. Wenn der Reis benahe gar ist, vom Herd nehmen, restliche Butter und ungefähr die Hälfte des geriebenen Parmesans darunter mischen. Zugedeckt einige Minuten stehen lassen. Mit dem verbliebenen Käse und einer Pfeffermühle auf den Tisch bringen.

 

Engelsüsser Löwenzahnhonig (-sirup)

         grosse Tasse Löwenzahnblüten (knapp offen, morgens ernten)
4g         gemahlenes Engelsüss (Polypodium vulgare)
4dl          Wasser
400g          Zucker
½          Zitrone (Saft und etwas Schale)

Die gelben Blütenblätter aus den grünen Kelchen zupfen (1 grosse Tasse). Die Blütenblätter und das Engelsüsspulver mit dem Wasser 5 Minuten kochen lassen. Die Flüssigkeit absieben, das Engesüss absetzen lassen, Flüssigkeit dekantieren und mit Zucker und Zitrone bis zu Honigdickte, für den Engel-Sirup nur bis Sirupdickte einkochen. Steril in Gläser abfüllen. Kühl, dunkel und trocken gelagert ist er über ein Jahr haltbar.

 

Engelsüsses Löwenzahnparfait

125g         Engelsüsser Löwenzahnhonig
25g         Bienenhonig
2.5dl         Rahm, ev. Halbrahm
3         Eier
75g         Zucker

Löwenzahnhonig und Honig in einer Pfanne erwärmen. Unter kräftigem Rühren das Eigelb darunter mischen. Über eisgekühltem Wasser weiter rühren bis die Masse erkaltet und dickflüssig ist. Steif geschlagenen Rahm und das mit dem Zucker steif geschlagene Eiweiss darunter ziehen. In Portionenförmchen abfüllen und im Tiefkühler gefrieren lassen (ca. 4-5 Stunden).

 

«Engel-Champagner» Achtung: Nur für Fortgeschrittene – Explosionsgefahr!!!

6 l          Wasser
         grosse Tassen Löwenzahnblüten (knapp offen, morgens ernten)
15 g         gemahlenes Engelsüss (Polypodium vulgare)
1 kg          Zucker
         Zitrone (Saft und etwas Schale)

1 P Trockenhefe (besser Bierhefe)

Die gelben Blütenblätter aus den grünen Kelchen zupfen. Die Blütenblätter und das Engelsüsspulver mit dem Wasser 5 Minuten kochen lassen, 24 h zugedeckt ziehen lassen. Die Flüssigkeit absieben, das Engesüss absetzen lassen. Anschliessend die Flüssigkeit dekantieren und mit Zucker und Zitrone kurz aufkochen. Den Sud auf 30 °C abkühlen lassen, die Hefe in etwas Sud anrühren und zugeben. In einem zugedeckten (z.B. mit Haushaltfolie) Glas- oder Steingutgefäs ca. 4 Tage an einem warmen Ort gären lassen. Die Flüssigkeit vorsichtig, ohne Bodensatz in Mineralwasserflaschen abfüllen und verschliessen. Nochmals ca. 1 Tag (Druck in der Flasche regelmässg kontrollieren, ev. Deckel kurz öffnen und Druck ablassen!) an der Wärme stehen lassen, die Flasche sollte Widerstand geben, denn bei der Gärung entsteht Kohlensäure - der Druck in der Flasche steigt! Vorsicht: Flaschen können explodieren!!! Die Flaschen nun in Kühlschlank stellen. Die Gärung verläuft nun etwas langsamer, die Flaschen regelmässig kontrollieren, ev. durch Öffnen des Deckels Druck ablassen. Den Champagner möglichst bald geniessen.

 

 

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Copyright © 2000 Dirk Wiederstein Spezialgärtnerei für Freilandfarne
Stand: 04. Dezember 2004